Tauchen in Aqaba – Was Jordanien zu bieten hat

01.01.2019 von ricardo

Vor der Küste von Aqaba erstreckt sich Jordaniens Tauchrevier auf 15 Kilometern. Was wenig klingt, hat aber eine Menge zu bieten. Lies hier mehr über das Tauchen in Aqaba und was Jordanien zu bieten hat.

Tauchen in Aqaba – Klein aber fein

Aqaba selbst ist eine lebendige Stadt. Unweit der historischen Festung und um das alte Zentrum finden sich kleine Gästehäuser und internationale Hotels. Jordaniens eigentliche Urlaubsregion am Roten Meer befindet sich dagegen südlich des modernen Hafens.

Dort, wo die langen Strände beginnen, liegt auch das Tauchrevier: Rund 25 Tauchspots verteilen sich auf circa 15 Kilometer. Vom Norden des Golfs von Aqaba bis zur Tala Bay. Vorgelagerte Riffe und somit Strömungen gibt es nicht. Entspanntes Tauchen in Aqaba ist also garantiert. 🙂 Was nicht bedeutet, dass Langeweile aufkommen könnte. Dafür sorgen das Wrack der „Cedar Pride“, die Steilwand am Spot „Power Station“ und die kilometerlangen Korallengärten.

Ideal für Landtauchgänge

Vor dem Sandstrand fällt der Grund fast immer sanft ab und wird entweder zu Seegras oder zu einer tiefer werdende Korallenlandschaft. Das ist ideal für alle, die gern von Land aus tauchen, aber auch für Schnorchler.

Rund 20 Basen gibt es zum Tauchen in Aqaba. Einige in der Stadt, die anderen verteilen sich an der Küste. Meist einheimisch geführte Tauchbasen, liegen in der Stadt versteckt. Alle haben aber eines gemeinsam: Sie fahren zu denselben Tauchplätzen. Viele bieten Landtauchgänge an. Die deutschen Tauchschulen „Sinai Divers“ und „Extra Divers“ arbeiten mit Tauchschiffen und Schlauchbooten.

Das Wrack der „Cedar Pride“

Von Tala Bay dauert die Bootsfahrt zum Wrack der „Cedar Pride“ ca. 50 Minuten. Der Ex-Frachter ist der Top-Spot Jordaniens. Die Unterwasserwelt im Tauchgebiet ist geschützt. Deshalb wird auch für den Wracktauchgang an einer Mooring-Boje festgemacht. Die „Cedar Pride“ liegt seit rund 32 Jahren hier und ist damals schnell zu Weltruhm gekommen. Sie wurde vom heutigen jordanischen König Abdullah, der begeisterter Sporttaucher ist, als Tauchziel versenkt. Auf die Backbordseite gekippt und mit Tiefen von 13 bis über 30 Meter ist es sowohl für Anfänger als auch für alte Hasen geeignet. Erfahrene Taucher können in den Maschinenraum vordringen und ins Brückenhaus tauchen. Die schönste Stelle aber ist das Krähennest am Mast des Schiffes: Hier wuchern knallrote Weichkorallen.

Das „Cable Reef“ und ein Panzer

Etwas außergewöhnliches ist das „Cable Reef“. Dort werden von Ägypten aus durch den Golf von Aqaba verlegte Kabel wieder aus dem Wasser geführt. Warum auch immer, dieser Spot scheint ein beliebter Ort für Rochen zu sein. Mit etwas Glück begegnet man nicht nur einem Blaupunktrochen, sondern auch großen Federschwanzstechrochen. Nicht weniger ungewöhnlich ist der Tauchplatz „Seven Sisters“. Auf rund 10 Metern Tiefe steht dort ein Panzer, der auch für Schnorchler ein tolles Ziel ist.

Wundervolle Vielfalt

Schnepfenmesserfische beim Tauchen in Aqaba - Jordanien

In Ufernähe ist auch das Revier der senkrecht schwimmenden Schnepfenmesserfische. Kleine weiße Muränen schlängeln sich durch die etwas tiefere Korallenzone. Um die Korallenblöcke herum tummeln sich Glas- und Beilbauchfische sowie die unübersehbaren, orangenen Fahnenbarsche. In Spalten sitzen ausgewachsene Netzmuränen.

Wie überall im Roten Meer sind die Rotfeuerfische auch vor Aqaba unübersehbar. Nicht so alltäglich sind Adlerrochen und große Napoleons, dafür stehen die Aussichten auf Begegnungen mit Schildkröten nicht schlecht. Taucher mit geübtem Auge können Anglerfische entdecken und gelegentlich schleichen Schlangenaale über den Meeresboden. Langeweile muss in Aqaba niemand befürchten. Das gilt auch für Nachttauchgänge vom Ufer aus. Dabei sind auch Gelbmaulmuränen und Teufelsfische („Red Sea Walkman“) zu sehen.

Großfisch gibt es auch

Größere Kaliber bekommt man auch zu sehen. So etwa den ein oder anderen Hundszahnthunfisch, Barrakudas und Stachelrochen. Großfischbegegnungen sind zwar eher selten, aber auch nicht ganz ausgeschlossen. Man darf solche Tiere vor Aqaba nicht voraussetzen. Begegnungen sind pures Glück. Es gibt keine weit vorgelagerten Riffe, an denen so etwas wahrscheinlich ist. Dafür gibt es aber eine intakte Saumrifflandschaft, die als Naturschutzpark geschützt und ein echtes Stück Rotes Meer ist.


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