Tauchen lernen – Worauf du achten solltest

25.11.2018 von ricardo

Hast du jemals davon geträumt, dich schwerelos wie ein Astronaut durch eine fremde Welt zu bewegen? Wie ein Forscher unbekannte Spezies zu untersuchen? Dann könnte das Tauchen genau das Richtige für dich sein! Das Tauchen ist schneller erlernt als man denkt und fast jeder kann es lernen. Allerdings solltest du auf dem Weg dahin einige Schritte beachten.

  1. Gesundheitliche Vorraussetzungen für das Tauchen

Auch wenn das Tauchen für die meisten Menschen körperlich machbar ist, gibt es leider doch einige Krankheiten, die die Teilnahme am Tauchen ausschließen. Dazu gehören zum Beispiel Lungenkrankheiten wie Asthma oder eine kollabierte Lunge, Probleme mit den Ohren (und Druckausgleich), Allergien und noch einige weitere Krankheiten. Außerdem sollten manche Medikamente nicht eingenommen werden.

Kleine gesundheitliche Schwierigkeiten, die an Land keine Probleme machen, können unter Wasser exponentiell gefährlich werden.

Jeder Anwärter der Tauchen will, muss davor einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Diesen sollten man unbedingt ehrlich beantworten. Bei bekannten, gesundheitlichen Probleme sollten man bevor man taucht, auf jeden Fall seinen Arzt konsultieren.

  1. Das Alter 

Tauchen ist grundsätzlich eine Sport für jedermann. Egal ob alt oder jung – passen körperliche Fitness und mentale Reife, kann es fast jeder erlernen. Auch Kinder können Tauchen lernen, wenn Sie in der Lage sind, den Anweisungen der Tauchlehrer zu folgen und sich an die Regeln zu halten. Als Faustregel sagt man, dass Kinder ab 8 Jahren theoretisch das Tauchen erlernen können. Wichtig ist hierbei natürlich eine gute Tauchschule und eine intensive Betreuung.

Ein Höchstalter gibt es für das Tauchen nicht. Hier zählt lediglich die körperliche Fitness. Es kommt immer wieder vor, dass auch ältere Menschen das Tauchen neu erlernen. Es soll schon Tauchschüler gegeben haben, die jenseits der 80 waren.

  1. Die richtige Tauchschule finden

Sobald du den Gesundheits-Check abgeschlossen hast, solltest du dich auf die Suche nach einer guten Tauchschule machen. Auf den ersten Blick ist es für den Laien nicht einfach, eine gute Tauchschule von einer schlechten zu unterscheiden. Außerdem gibt es viele verschiedene Kurse, mit denen du das Tauchen lernen kannst. Tageskurse und Schnupperkurse sind ebenfalls oft verfügbar.

Du solltest darauf achten, dass es sich um eine zertifizierte Tauchschule bzw. Tauchlehrer handelt. Diese Zertifikate werden von großen Tauchveränden wie der „National Association of Underwater Instructors“ oder „Scuba Schools International“ ausgegeben. Es gibt zahleiche Tauchverbände wie PADI, SSI, BSAC, CMAS, NAUI, SEI, SDI, STI, NASE, PDA und so weiter.

Weitere Anhaltspunkte sind:

  • Ordnung und Hygiene in der Tauchschule
  • Zustand der Leihausrüstung gut, in verschiedenen Größen verfügbar
  • Kompressor-Raum und Auffüllen der Tauchflaschen kann besichtigt werden
  • Personal erklärt das Zubehör und die Übungen ausführlich
  • Ausstrahlung der Tauchlehrer
  • Zertifikate und Qualifikation der Tauchschule
  • Regeln für sicheres Tauchen werden gründlich durchgesprochen
  • individuelle Hilfestellungen bei Schwierigkeiten
  • kleine Tauchgruppen mit 2 bis 3 Schülern

Auf rateyourdive.com findest du außerdem zahlreiche Profile von Tauchlehrern und Tauchschulen inklusive Bewertungen.

  1. Lerne die Theorie

Bevor dein Tauchkurs beginnt, kannst du schon damit anfangen, etwas Theorie zu lernen. Das Tauchen beeinflusst den Körper auf oft unerwartete Art. Deshalb ist es wichtig, die Tricks, Tücken und Kniffe des Tauchens kennen zu lernen. Auch die Ausrüstung ist komplex.

Wichtige Themen sind zum Beispiel:

  • Unterwasserdruck beim Tauchen
  • Auftriebsgrundlagen für das Tauchen
  • Grundlagen des Druckausgleichs
  • Stickstoffaufnahme
  • Grenzwerte für die Dekompressionsfreiheit
  • Sicherheitsstopps

Tauchkurse gliedern sich immer in Theorie- und Praxis-Module. Dort erlernst du den sicheren Umgang mit der Ausrüstung und das sichere Bewegen unter Wasser. In der Regel machen die meisten Neulinge einen „Open Water Diver“. Dies ist ein Abschluss, der dich dazu berechtigt, ohne Tauchlehrer an offenen Gewässern zu tauchen. Allerdings darfst du noch nicht ganz alleine tauchen. Wer einen „Open Water Diver“ hat, muss stets einen Tauchpartner mit Tauchschein dabei haben.

Im Tauchkurs lernst du alle notwendigen Sicherheitsregeln, wie z.B. den Buddy-Check, die Tauchzeichen und das kontrollierte Aufsteigen unter Wasser. In der Regel dauert der Kurs 4-10 Tage. Je nach enge des Zeitplans und natürlich auch abhängig von Umwelteinflüssen wie schlechtem Wetter.

Bevor du einen „Open Water Diver“ absolvierst, solltst du einen Schnupperkurs besuchen um zu sehen, ob das Tauchen etwas für dich ist.

  1. Die Kosten um tauchen zu lernen

Die Kosten für den Tauchschein halten sich in Grenzen. Sie liegen in Deutschland zwischen 300-400€, im Ausland an Touristen-Hotspots bei 400€-500€.

Das Tolle ist, dass du den Tauchschein eigentlich überall auf der Welt absolvieren kannst. Die Tauchlizenzen, „Brevets“ genannt, sind in jedem Land anerkannt.

Bei Billigangeboten unter 300€ sollten man genauer hinschauen. Es kann sein, dass hier Abstriche bei der Qualität gemacht werden oder versteckte Kosten enthalten sind.

Eine eigene ABC-Tauchausrüstung muss nicht mitgenommen werden. Allerdings sind manchmal nicht alle Teile der Leihausrüstung im Preis für den Tauchkurs mit inbegriffen. Das Zubehör kannst du alternativ auch selber mitbringen bzw. selber kaufen. Die Kosten für den Kauf von für Zubehör wie Schnorchel, Flossen, Maske und Füßlingen liegen zwischen 80€ und 120€.

Bei den ersten Schritten auf dem Weg zum Taucher geht es also darum, deine Vorraussetzungen zu prüfen und eine gute Schule bzw. einen guten Mentor zu finden. Wir hoffen, dir eine kleine Orientierung gegeben zu haben, so dass du schon bald die Welt unter dem Wasser entdecken kannst.