Anfänger-Tauchkurs

19.01.2017 von ricardo
diving instructor with student

Je nach gewählter Tauchorganisation gestaltet sich der Anfänger-Tauchkurs etwas unterschiedlich.

Allgemeine Voraussetzungen

Dauer des Kurses

Die Dauer ist nicht nur von der Tauchorganisation, sondern auch von der Tauchschule abhängig. Wohingegen es in heimischen Gewässern vielerorts üblich ist den Kurs auf mehrere Tage und Wochenenden zu verteilen, wird ein ähnlicher Kursinhalt im Urlaub, auf Grund des Zeitmangels, in ca. 3-5 Tagen vermittelt.

Der Ablauf beim Anfänger-Tauchkurs

Grundsätzliche beinhalten die üblichen Anfänger-Kurse drei Teile.

  1. Theorieunterricht
  2. Poolausbildung
  3. Freiwassertauchgänge

Der jeweilige Umfang und die Intensität der drei Teile richtet sich nach der Tauchorganisation. Genau das stellt auch gleichzeitig die Hauptunterschiede zwischen ihnen dar. Einige der gängigsten Anfänger-Kurse haben wir hier im Taucher-Wiki etwas genauer dargestellt.

Alle Teile finden normalerweise in Gruppen statt. Auch hier gilt wie schon zur Schulzeit: Je kleiner die Gruppe, desto intensiver der Unterricht. Informiere dich also bitte im Vorfeld, wie groß die Gruppe maximal sein wird und entscheide dann, ob das für dich in Ordnung ist!

  1. Theorieunterricht

Hier lernst du zunächst im Klassenzimmer alles, was du zum Thema Tauchen wissen musst. Teilweise wird mittlerweile angeboten diese Theorieeinheit, oder zumindest Teile davon, bereits im Vorfeld online zu absolvieren. Somit besteht die Möglichkeit sich vor dem Urlaub schon einmal damit auseinanderzusetzen und vor Ort hauptsächlich auf die Praxis konzentrieren zu können.

Die nötigen Materialien (Bücher, Logbuch, etc.) bekommst du von deiner Tauchschule.

  1. Poolausbildung

Anschließend wird die Theorie in die Praxis umgesetzt. Nachdem der Aufbau des Tauchgeräts erklärt wurde geht es damit das erste Mal ins Wasser. Dieser Teil der Ausbildung muss nicht zwingend in einem Pool stattfinden. Auch „poolähnliche Bedingungen“ sind erlaubt. Für den Fall, dass kein Pool zur Verfügung steht, wird dieser Teil in geschütztem Freiwasser, z.B. einer Bucht stattfinden.

Egal wo die Ausbildung letztendlich stattfindet, ist es von der Tauchorganisation vorgegeben, welche Dinge vor einem richtigen Freiwassertauchgang geübt werden müssen. Diese sind unter anderem:

  • Kontrollierter Abstieg zu Beginn des Tauchgangs
  • Hineingelaufenes Wasser aus einer Tauchmaske entfernen
  • Hineingelaufenes Wasser aus einem Atemregler entfernen
  • Einen verlorenen Atemregler wiederfinden
  • Das Halten des Gleichgewichts Unterwasser (Tarrierung)
  • Kontrollierter Aufstieg am Ende des Tauchgangs
  1. Freiwassertauchgänge

Habt ihr alle Übungen korrekt ausgeführt, folgt der krönende Abschluss – der oder die Freiwassertauchgänge. Hier werden die Übungen zunächst wiederholt und anschließend die Unterwasserwelt in einem kleinen Rundkurs genossen. Getaucht wird generell im sogenannten Buddysystem. Das bedeutet, dass ihr wie beim Wandertag in der Schule, innerhalb einer Gruppe immer in 2er Paaren nebeneinander taucht. Somit könnt ihr eure Entdeckungen miteinander teilen aber auch, wie zuvor gelernt, im Notfall helfen (auch der Tauchlehrer wird natürlich zur Stelle sein).

Das war es schon! Abschließend werdet ihr euren Tauchschein ausgehändigt bekommen. Mit diesem ist es euch dann erlaubt in gewissem Rahmen (Tauchtiefe, etc.) weltweit tauchen zu gehen.

Was kostet ein Anfänger-Tauchkurs?

Je nach Land, Tauchschule und Tauchorganisation gibt es auch hier teilweise große Abweichungen, weshalb eine verlässliche Aussage nicht möglich ist.

Orientieren kann man sich an einem Durchschnitt von pi mal Daumen 300-500€.


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