Buddy System

29.03.2017 von ricardo
buddy system scuba diving

Buddy Sytem, was ist das denn?

Heiraten musst du deinen Buddy nicht. Knutschen auch nicht. Kein Problem, wenn er lieber Café statt Cola trinkt oder Topinambur-Knollen einem T-Bone-Steak vorzieht. Ihr seid nicht zusammen, weil einer von euch sich nicht selber anziehen kann, gerne Händchen hält, chronisch vergesslich ist, unter Einsamkeit leidet oder Mathebestnoten hatte.

Ihr seid Buddys: Tauch-Partner auf Zeit.

Sicherheits-Dream-Duos sind beim Tauchen mit Druckluftflasche in. Risiko-Dumm-Solisten völlig out!

Also Hirn entstauben, Speicherort vorbereiten, Merkspruch verankern: Nie allein! Zwei Worte, eine Umsetzung: das Buddy System. Ist das in dein Langzeitgedächtnis eingepflanzt, hast du bereits  Hauptregel 1 des Tauchens mit Druckluftflasche verinnerlicht.*

TTT also – Taucher tauchen Tandem. Auf die Suche, fertig, los! Dein Buddy in spe hat optimaler Weise ähnliche Interessen, Tauchkenntnisse und -kompetenzen wie du. Und ihr verfolgt beide ein gemeinsames Ziel: Reduktion der Unfallwahrscheinlichkeit und Sicherung des Überlebens im Notfall.

Was beinhaltet das Buddy System?

  • Vor dem Tauchgang:
    • gemeinsames Zusammensuchen des Equipments
    • Tauchgangsplanung (Briefing) inklusive Skizzierung des Tauchplatzes, Besprechung möglicher Gefahren (Strömungen etc.), Absprache der Tauchtiefe, -richtung, -dauer, der Ein- und Ausstiegsmethoden, zusätzlicher Kommunikationssignale und des Verhaltens im Notfall
    • gegenseitige Hilfe bei Zusammenbau und Anlegen der Ausrüstung
    • gegenseitige Überprüfung der Ausrüstung auf Vollständigkeit, fehlerfreie Funktion und korrekte Sicherung aller Bestandteile, sogenannter Buddy-Check.
    • gemeinsamer Einstieg ins Wasser.
  • Während des Tauchgangs:
    • aufmerksame Beobachtung des Tauchpartners
    • Hilfestellung in Problem- und Notsituationen (Krämpfe, Verletzungen, Hängenbleiben an Hindernissen, Beruhigung in Angstsituationen, Atemluftspende bei Ausfall der Luftversorgung mittels Oktopus oder Wechselatmung, Reaktion auf Symptome des Tiefenrausches, sichere Begleitung an die Wasseroberfläche)
    • Kontrolle der Tauchtiefen, -zeiten, Luftvorräte
    • gemeinsames Auftauchen und Verlassen des Wassers.
  • Nach dem Tauchgang:
    • Hilfe beim Ablegen der Ausrüstung
    • Tauchgangsnachbesprechung (De-Briefing)
    • Ausfüllen des Logbuchs, gegenseitige Bestätigung des Tauchgangs mit einer Unterschrift.

Und dann? Nach Belieben! Lust auf gemeinsamen Café, Cola, Topinambur-Knolle oder T-Bone-Steak? Von riesigen Fischschwärmen schwärmen, in Taucheindrücken abtauchen und neue Wassertraumwelten erträumen? Yes!

* Hauptregel 2 beim Tauchen mit komprimierter Luft:  Nie Luft anhalten!


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