Dekompressionskrankheit

15.02.2017 von Felix Wiesel

Die Dekompressionskrankheit (in Taucher-Kreisen auch: Deko-Krankheit) tritt auf, wenn der Umgebungsdruck zu schnell absinkt. Dies kann zum Beispiel beim Auftauchen passieren. Hier erfährst du mehr darüber, wie die Krankheit entsteht, welche Symptome sie hat und was du dagegen tun kannst.

Wie entsteht eine Dekompressionskrankheit?

Durch den veränderten Druck können sich Körperhöhlen ausdehnen (siehe Barotrauma). Mindestens genauso gefährlich ist die damit verbundene veränderte Gas-Aufnahme des Körpers. Durch den niedrigen Umgebungsdruck unter Wasser sind Gase im Körper gelöst, die bei zu schnellem Auftauchen Blasen bilden können.

Im Blut können diese Gas-Blasen zu Verletzungen führen. Gefährdet sind außerdem Nerven und Rückenmark sowie die Gelenkflüssigkeit.

Welche Symptome hat eine Dekompressionskrankheit?

Diese Taucherkrankheit hat vielfältige Symptome. Dazu gehören unter anderem:

  • Haut: Ausschläge, platzende Äderchen, Juckreiz
  • Atmung: Atembeschwerden
  • Nerven: Sehstörungen, Krämpfe, Taubheit, Schwindel, Bewusstlosigkeit

Es gibt verschiedene Schweregrade der Taucherkrankheit: So kann es etwa sein, dass nur leichte Beschwerden bis zu 2 Tage nach dem Tauchgang auftreten, z.B. Hautausschläge. In einem schweren Fall kann es jedoch auch zu dauerhaften Schädigungen kommen.

Wie kann ich einen solche Erkrankung vermeiden?

Generell gilt: Je extremer der Tauchgang ist, den du planst, desto höher ist das Risiko der Taucherkrankheit. Dieses Risiko solltest du dir bewusst machen. Mit guter Vorbereitung und ausreichend Aufstiegszeit minimierst du das Risiko jedoch.

Folgende Regeln solltest du beachten:

  • Dekopflichtige Tauchgänge sollten nur erfahrene Taucher durchführen!
  • Halte die Nullzeit ein, dann ist das Risiko von Gesundheitsschäden kleiner.
  • Plane eventuelle Deko-Pausen beim Aufstieg von vornherein ein, sodass dein Luftvorrat ausreicht.
  • Überschreite eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 7 Metern pro Minute nicht. Selbst in Notsituationen solltest du nicht schneller als 10 Meter pro Minute aufsteigen. Dein Tauchcomputer hilft dir bei der Einhaltung.

Wie wird die Deko-Krankheit behandelt?

In der Regel wird das Unfallopfer sofort mit reinem Sauerstoff beatmet. Der Aufenthalt in einer Druckkammer kann ebenfalls notwendig werden. Hier kann das Opfer langsam an den normalen Umgebungsdruck gewöhnt werden.


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