Flossen (allgemein)

19.01.2017 von ricardo
open heal fins scuba diving

Goldfische und Wale haben sie, Silberfischchen und Menschen nicht: Flossen. Willst du die Evolution im Turbotempo austricksen, dich rasant vom Landei zur effizient schwimmenden und tauchenden Wasserratte entwickeln, lautet der heißeste Tipp Fußflächenvergrößerung und die ultimative Lösung Flossen. Sie erleichtern dir die Wasserverdrängung nach hinten, funktionieren nach dem Rückstoßprinzip und verdienen als Antriebshilfsmittel mit eingebautem Kraft- und Energiesparpotential eigentlich ein Ökosiegel.

Fußflossen garantieren dir Fortbewegung auf und unter der Wasseroberfläche mit Geschwindigkeit und Effizienz: Gerätetaucher kämen aufgrund ihres erhöhten Wasserwiderstandes ohne sie kaum vorwärts. Für einen Schnorchler erscheinen sie auf den ersten Blick eventuell nicht essentiell. Gerät er jedoch in eine starke Strömung, wird er die kraftvollen Extremitätenoptimierer am Körperende ebenso schätzen.

Bei Fischen oder Walen sitzen Flossen von Natur aus wie angegossen, zugeschnitten ganz auf ihren Lebensraum und ihre Lebensumstände. Lieblingsschuh-bequem und wie angewachsen sollten sich Flossen auch für dich anfühlen. Klingt easy, ist easy!

Die „Very-Special-Tips“ Nummer 1 bis 4 für Flossen

Diese lauten:

  1. Drückende Kanten, scheuernde Nähte und störende Materialübergänge minimieren den Tragekomfort der Fußbekleidung von Flossenträgern ebenso wie den von Pantoffelhelden oder High Heel Queens, ganz zu schweigen von der Frei-Haus-Lieferung schmerzhafter Blasen, die hinterhältig für viele Tage reduzierten Flossenvergnügens sorgen können.
  2. Harte und lange Flossenblätter ermöglichen zwar ein rasantes Flitzen durch das Wasser, bergen jedoch bei noch mangelnd trainierter Beinmuskulatur das Risiko unangenehmer Krämpfe und schnellerer Ermüdung.
  3. Pflicht ist ein abgewinkeltes Flossenblatt, um eine Überbelastung deiner Fußgelenke zu vermeiden.
  4. Last but not least: Deine Füße kühlen im Wasser aus, schwellen ab, werden schlanker. Die Konsequenz? Die Flossen sitzen nach einiger Zeit lockerer am Fuß. Ein kräftiger Beinschlag kann genügen und sie verselbstständigen sich. Deshalb heißt das Flossen-Auswahlkriterium: Bequem eng anliegend, aber keinesfalls zu weit und zu locker bei der Land-Anprobe.

Und das ist alles? Allein die Beachtung dieser vier Hinweise lässt eine Flosse bereits sicher zu deiner Favoritenflosse werden? Fast!

Material und Form von Flossen

Tipp Nummer 5 und 6 sind als Vorabinformation ebenfalls überaus nützlich.

  1. Natürliche Fischflossen bestehen aus Haut, Knochen oder Horn & Co. Künstliche Menschenflossen gibt es als Varianten verschiedenster Materialkompositionen. Sie reichen von Synthesekautschuk über unterschiedlich weiche Kunststoffe wie Thermoplastic und Polypropylen bis zu glasfaser- oder kohlenstofffaserverstärkten Verbundwerkstoffen. Weich oder hart, schwer oder leicht, Standard oder Hightech? Die Zauberworte lauten: Sich informieren, sich beraten lassen, ausprobieren.
  2. Flossen gibt es in zahlreichen Bauvarianten. Deine körperlichen Möglichkeiten, deine Bedürfnisse, das Gewässer, in dem du dich bewegen möchtest und das Verwendungsziel entscheiden, welche Flosse dir einen ökonomischen, komfortablen Vortrieb und die erwünschte Wendigkeit sichert. Indischer Ozean, alpiner Bergsee oder strömungsstarker Fluss? Gerätetauchen oder Schnorcheln? Apnoe-, Höhlen- oder Wracktauchen? Drift Diving outdoor oder Streckenschwimmen indoor?

Arten von Flossen

  1. Fußteil geschlossen (Fußteilflosse) oder offen mit verstellbarem Fersenband (Geräteflosse)?
  2. Barfuß, mit Neoprensocken oder zwingend mit Füßlingen zu tragen?
  3. Einflächiges oder geteiltes Flossenblatt (Split Fins)?
  4. Zwei Flossen für zwei Füße oder eine einzige Flosse, in der linker und rechter Fuß zusammen Platz finden (Monoflosse)?
  5. Härteres oder weicheres, kürzeres oder längeres Flossenblatt?

Dieses Glossar bietet dir erste Informationen, um Durchblick zu gewinnen. Unter Stichworten wie ABC-AusrüstungApnoetauchen oder den zuvor genannten, findest du sicher Details, die dir weiterhelfen.


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