Gewebesättigung

22.02.2017 von Ina Medick

Abhängig vom Umgebungsdruck lösen sich die Gase aus der Atemluft unterschiedlich stark im menschlichen Körper. Der Anteil dieser Gase im Körper wird als Gewebesättigung bezeichnet. Je höher der Druck ist, desto höher ist die Gewebesättigung und umgekehrt. Wenn sich der Umgebungsdruck verändert, braucht der Körper jedoch einige Zeit, bis sich die Sättigung den neuen Gegebenheiten anpasst.

Warum ist die Gewebesättigung beim Tauchen wichtig?

Verändert sich der Umgebungsdruck, so verändert sich auch die Sättigung des Gewebes mit gelösten Gasen. Besonders Stickstoff löst sich in großen Mengen im Körper. Je tiefer du tauchst, desto höher wird der Umgebungsdruck unter Wasser und es löst sich also mehr Stickstoff im Körper. Beim Auftauchen sinkt der Druck wieder und das Gewebe ist nun übersättigt. Das heißt, dass zu viel Stickstoff für den aktuellen Umgebungsdruck gelöst ist. Deshalb muss wieder eine Anpassung stattfinden – da diese Anpassung jedoch einige Stunden dauern kann, muss der Abbau der Sättigung langsam geschehen.

Wenn du also zu schnell auftauchst, kann es zu einer Dekompressionskrankheit kommen, da das gelöste Gas Bläschen bilden kann. Dieser Vorgang ist mit dem zu schnellen Öffnen einer geschüttelten Mineralwasserflasche zu vergleichen. Wenn du diese ganz langsam öffnest, kann das Gas entweichen. Wenn du sie dagegen schlagartig öffnest, schäumt sie über.

Insofern ist es wichtig sich mit der Dekompression genau zu beschäftigen und die durch einen Tauchcomputer oder eine Dekompressionstabelle berechneten Dekompressionszeiten genau einzuhalten.


Finde die besten Tauchprofis, Tauchschulen und Liveaboards auf rateyourdive.com

Jetzt suchen 🙂