Sauerstoffvergiftung

09.03.2017 von Ina Medick
Oxygen Poisoning scuba diving

Eine Sauerstoffvergiftung entsteht, wenn du über längere Zeit ein Gasgemisch mit einem Sauerstoff-Druck von mehr als 1,7 bar einatmest. Zum Vergleich: Der normale Sauerstoffdruck in der Atemluft entspricht in etwa 1 bar.

Wovon hängt es ab, wann eine Sauerstoffvergiftung entsteht?

  • Dauer des Tauchgangs: Kurze Tauchgänge mit erhöhtem Druck machen dem Körper in der Regel nichts aus.
  • Körperliche Anstrengung: Höhere Anstrengung bedeutet, dass dein Körper mehr Sauerstoff in den Zellen verbraucht.
  • Zusammensetzung des Atemgases: Reiner Sauerstoff ist gefährlicher als Mischgase wie z.B. NITROX oder Pressluft.
  • Tauchtiefe: Je tiefer du tauchst, desto höher wird der Druck des Sauerstoffs und umso mehr Gas löst sich in deinem Körper.

Generell gilt: Pressluft ist verträglicher als reiner Sauerstoff. Mit reinem Sauerstoff solltest du nicht tiefer als 7 Meter tauchen. Bei Pressluft liegt die maximale Tiefe bei 71 Metern, ab 20 Metern steigt jedoch schon die Gefahr eines Tiefenrauschs.

Wie erkenne ich eine Sauerstoffvergiftung?

Der überschüssige Sauerstoff im Körper kann deine Organe schädigen. Das bemerkst du z.B. an Schwindel, Übelkeit, Krämpfen, erhöhter Temperatur und Juckreiz. Ist die Vergiftung schon fortgeschritten, sammelt sich Wasser in der Lunge und du bekommst Beschwerden beim Atmen.

Was sollte ich im Ernstfall tun?

Wenn du diese Symptome während eines Tauchgangs an dir oder deinem Tauchbuddy bemerkst, solltest du den Tauchgang sofort abbrechen. Bleibe dabei ruhig und gerate nicht in Panik!

Verständige an der Oberfläche sofort einen Arzt und atme nur die normale Atemluft. Die Gabe von Sauerstoff würde die Beschwerden nur verschlimmern. Bei einer Sauerstoffvergiftung benötigst du immer ärztliche Hilfe und du musst mehrere Stunden bis Tage unter Beobachtung stehen!


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